Breslau in aller Kürze.
Breslau liegt im Südwesten Polens und wird heute als eine der sich am schnellsten entwickelnden Städte Zentraleuropas angesehen. Breslau ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien und stimuliert die Entwicklung in dieser Region. Als viertgrößte Stadt Polens hat Breslau 650 000 Einwohner und die Fläche von 293 Quadratkilometer. Breslau ist auch die größte Stadt im westlichen Teil Polens. Breslau gilt als eine international anerkannte erfolgreiche kulturelle, ökonomische und wissenschaftliche Stätte und wurde letztens zu einem bedeutenden finanziellen Zentrum, in dem viele Banken ihren Hauptsitz haben. Diese multikulturelle Stadt wimmelt von Leben und ist mit mehr als 100 000 Studenten an zweiundzwanzig verschiedenen Hochschulen auch eins des wichtigsten Universitätszentren Polens
Breslau wird immer öfter als ein Treffpunkt bezeichnet. "Die Stadt der Treffen", "Die Stadt, die vereinigt" – so hat der Papst Johannes Paul der Zweite während des Eucharistischen Kongresses in 1997 Breslau genannt. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Breslau ein Schmelztiegel ist, wo sich verschiedene Nationalitäten, Religionen und Kulturkreise treffen. Die Bezeichnung “meeting place” bekam in der letzten Zeit mehr zeitgenössische Bedeutung, weil Breslau immer öfters als ein Treffpunkt der Menschen aus der Kunst-, Kultur-, Wissenschaft- und Geschäftskreisen gewählt wird.
Breslau ist die Stadt der jungen, aktiven und ehrgeizigen Menschen. Die Stadt ist mit ihren zahlreichen Hochschulen eine der führenden Universitätszentren Polens und zwar ist jeder sechste Einwohner von Breslau ein Student! Universität Breslau, die als eine der 500 besten Universitäten der Welt aufgelistet wird, hat eine reiche, mehr als dreihundertjährige Geschichte. Heutzutage lernen vierzigtausend Studenten an der Universität. Breslaus Studenten gelten als kontaktfreudig, lustig und freundlich (trotz laufender Vorbereitungen auf schwere Prüfungen). Die Anwesenheit von so vielen Studenten auf den Straßen Breslaus schafft die Atmosphäre einer Stadt, die von Leben wimmelt und immer voller Energie ist. Die meisten Studenten sprechen Englisch und die ausländischen Besucher können immer auf sie rechnen, wenn sie Ratschläge betreffs des Aufenthalts in Breslau brauchen.
In Werbekampagnen wird Breslau als die grüne Stadt bezeichnet. Es ist weitaus „die grünste“ polnische Stadt mit Grünanlagen fast überall. 17% der Stadtfläche werden von Grünanlagen bedeckt und das macht 25 Quadratmeter von grünen Flächen per einen Einwohner aus! Was die Touristen gewöhnlich am Anfang treffen, ist der große grüne Streifen, bekannt als Altstadtpromenade, der sich rund um Breslaus Altstadt erstreckt. Insgesamt befinden sich in Breslau 26 große Parks, 10 Wälder und 3 große Gärten. Die größten und bekanntesten Parks sind: Scheitniger Park mit der Fläche von 100 ha und der Westpark mit mehr als 75 ha. Der im 18. Jahrhundert entstandene Scheitniger Park liegt in der Stadtmitte und kann sich der beeindruckenden Anzahl von 370 Gattungen von Bäumen und Büschen rühmen. In der Stadt gibt es zahlreiche Wälder, wie Redzinski Wald (400ha) mit Breslaus ältester, fast 500 Jahre alten Eiche.
In Breslau finden Sie Brücken und Insel in Hülle und Fülle! Breslau ist die unentdeckte „Venedig vom Norden”. Sie finden hier mehr als einhundertzwanzig Brücken und Fußgängerbrücken, die die Oder, ihre Nebenflüsse und Kanäle überbrücken. Die Stadt selbst besteht aus 12 Inseln. Eigentlich meinen viele Reiseführer, dass die beste Art und Weise, Breslau zu bewundern, ist dies aus der Flussperspektive zu machen. Es ist möglich, den durch Nebenflüsse und Insel geschaffenen einzigartigen Charakter der Stadt während einer angenehmen Oder-Kreuzfahrt zu erforschen. Die Oder ist nach Weichsel der zweitlängste polnische Fluss. Sie mündet in die Ostsee und bildet auf der Länge von 180 km die heutige deutsch-polnische Grenze.
In Breslau fehlen die gotischen Kirchen nicht. In Breslau sind die imposanten gotischen Kirchen mit charakteristischen schmalen Türmen und Turmspitzen reichlich vorhanden. Fast zweidrittel von mehr als einhundert Kirchen in Breslau wurden im Mittelalter errichtet. Die gotischen Kirchen befinden sich vor allem in der Altstadt und auf der Sandinsel. Auf jedem Fall sind folgende schöne mittelalterliche Kirchen für Besichtigung empfehlenswert: der Breslauer Dom, die gotische Pfarrkirche, St. Elisabeth Kirche, St. Maria Dom, Kirche zu Heiligem Kreuz, Kirche Unserer Lieben Frau auf dem Sande, die Kirche St. Stanislaus und Dorothea in der Altstadt.
Breslaus Wappen ist sehr schön und reich an Symbolen. Es stammt aus dem Jahre 1530, in dem es der Stadt von König Ferdinand dem Ersten verliehen wurde. Die Symbolen des Breslauer Wappen spiegeln die reiche Geschichte der Stadt wider. Das obere linke Viertel – der weiße böhmische gekrönte Löwe, auf dem roten Hintergrund symbolisiert das tschechische Königreich, zu dem Breslau seit 1335 gehörte. Das obere rechte Viertel – der schwarze Adler mit weißen Halbmond auf der Brust, auf dem goldenen Hintergrund. Der mittlere Teil – St. Johannes der Evangelist war Patron des Breslauer Stadtrats und der Rathauskapelle seit dem 14. Jahrhundert. Das untere linke Viertel – der Buchstabe „W“ steht für "Wratislavia" (der lateinische Name der Stadt) und für den Namen des legendären Stadtgründer Wrocislaw. Das untere rechte Viertel – das Haupt Johannes des Täufers.